Print-Beilage: Buchtipps
Umgang mit Trauer, Loslassen und Neuanfang, Respekt und Achtsamkeit, Glück und gute Gefühle
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Neue Titel
Psychospiele
Persönlichkeitstests, Fragebögen, SpieleWas Sie schon immer über sich und andere wissen wollten: Diese Box liefert alles zum amüsanten Gespräch und die Reflexion animierenden Spiel.
High
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Switch
Ob Diät oder Jobwechsel - mit »Switch« löst man nicht nur kurzfristig Probleme, sondern bleibt dauerhaft erfolgreich!
Egal, ob man mit dem Rauchen aufhören, kein Fastfood mehr essen oder den Job wechseln will, jeder weiß: Es ist nicht leicht, Veränderungen und gute Vorsätze in die Tat und dauerhaft umzusetzen. Der rationale Teil des Hirns weiß, dass die Veränderung gut ist - doch der emotionale will alles gerne wie gehabt beibehalten. Deshalb müssen die beiden idealerweise zusammenarbeiten.
Dan und Chip Heath haben in ihrem Buch nach Jahre langer Forschung und Praxis überraschend einfache, aber wirklich funktionierende Strategien zusammengestellt, wie man den bequemen Teil des Hirns austrickst. Sie zeigen, dass jeder einen Richtungswechsel gegen natürliche Widerstände durchsetzen kann - privat wie beruflich. »Switch« veranschaulicht, wie und wodurch der Wechsel dauerhaft gelingt. Veränderungen können gelingen entspannt, dauerhaft und sofort!
Chip Heath ist Professor für Organizational Behavior an der Graduate School of Business der Stanford University. Er lebt in Los Gatos, Kalifornien.Dan Heath ist Unternehmensberater. Er war an der Harvard Business School wissenschaftlich tätig und ist Mitgründer von Thinkwell, einem innovativen Unternehmen, das auf multimediale Lehrbücher spezialisiert ist. Er lebt in Raleigh, North Carolina.
Rezension aus Psychologie Heute
Den Schalter umlegen
Chip und Dan Heath erklären, wie man Veränderungen bewirken kann – bei sich selbst und bei anderen
Als Jerry Sternin von der Organisation Save the Children in Vietnam ankommt, steht er vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe: Er soll die weitverbreitete Mangelernährung bei Kindern bekämpfen –
mit einem winzigen Mitarbeiterstab und kärglichen finanziellen Mitteln. Und dafür stehen ihm gerade einmal sechs Monate zur Verfügung. Wie Sternin trotz allem sein Ziel erreichte, beschreiben Chip und Dan Heath in ihrem Buch Switch. Darin erklären die Brüder, wie man bei sich selbst und bei anderen Veränderungen bewirken kann, obwohl es meist nicht so einfach ist, eingefahrene Wege zu verlassen. Chip Heath ist Professor an der Graduate School of Business der Stanford University, der Unternehmensberater Dan war als Wissenschaftler an der Harvard Business School tätig.
Die Autoren räumen in ihrem Buch mit einigen irrigen Annahmen auf. Erstens ist oft nicht der Mensch das Problem, sondern seine Umwelt. Das illustrieren die beiden an einem Beispiel: Kinobesucher essen aus großen Popcorneimern mehr, und zwar automatisch und unbewusst. Der einfachste Weg, dieses Verhalten zu ändern, besteht nicht darin, sie zu ermahnen, weniger zu essen, sondern darin, Popcorn in kleineren Portionen zu verkaufen. Zweitens sind wir häufig nicht zu faul, etwas anders zu machen, sondern einfach erschöpft. Forschung hat ergeben, dass es unseren Geist
anstrengt, Selbstkontrolle auszuüben oder Entscheidungen zu treffen. Irgendwann ist das Gehirn ausgepowert, kann Handlungen nicht mehr kontrollieren und auch keine Veränderungen umsetzen. Drittens sind Menschen oft nicht widerspenstig, sondern es wurde ihnen nicht klar genug gesagt, was sie tun sollen. Dass viele sich nicht besser ernähren, liegt, so die Autoren, auch daran, dass unendlich viele Wege propagiert werden, gesünder zu essen, und dass es an einfachen Anweisungen mangelt, was der Einzelne tun soll.
„Erfolgreiche Veränderungen haben ein gemeinsames Muster“, so die Heath-Brüder. Man muss die Umgebung so gestalten, dass Änderungen leichter fallen. Und man muss Herz und Hirn beeinflussen. Für Gefühl und Verstand haben sich die Autoren bei dem Psychologen Jonathan Haidt das Bild vom Elefanten (Emotion) und vom Reiter (Verstand) ausgeliehen. Es ist leicht einzusehen, dass es dem Reiter schwerfällt, den Elefanten zu lenken. Zum Beispiel wenn wir um halb sechs Uhr morgens eigentlich joggen wollen, es dann aber doch nicht aus dem Bett schaffen. „Wenn ein Vorsatz, etwas zu ändern, scheitert, ist das normalerweise die Schuld des Elefanten, da die typischen Veränderungen, nach denen wir streben, kurzfristige Opfer für langfristigen Lohn bedeuten.“ Aber bisweilen liegt es auch am Reiter, der alle Eventualitäten analysiert und dadurch nicht in die Gänge kommt. Wer kennt nicht endlose Besprechungen, an deren Ende dann doch wieder nichts unternommen wird?
Zu den Maßnahmen, die Änderungen erleichtern, gehört, das neue Verhalten zu einer Gewohnheit zu machen. Wer jeden Morgen um halb sechs aufsteht, um zu joggen, dessen Gehirn muss sich nach einiger Zeit nicht mehr durch anstrengende Selbstkontrolle verausgaben. Die Autoren empfehlen, in kleinen Schritten vorzugehen: beispielsweise sich nicht in einer riesigen Putzaktion das gesamte Haus vorzunehmen, sondern nur das Waschbecken im Bad. Ist der anfängliche Widerstand überwunden,
macht man oft von allein weiter.
Jerry Sternin gelang es schließlich, die Ernährung vietnamesischer Kinder entscheidend zu verbessern, indem er nach positiven Ausnahmen suchte. Statt bei unüberwindlichen Problemen wie der Armut oder einem Mangel an sauberem Wasser anzusetzen, stellte er in den Dörfern Teams von Müttern zusammen, die Größe und Gewicht aller Kinder erfassten. Dann fragte er nach Kindern, die gesünder waren als der Durchschnitt, und schaute sich an, was deren Mütter anders machten. Beispielsweise mischten sie Garnelen und Süßkartoffelkraut unter den Reis. So gelang es Sternin, ein
Programm zu entwickeln, das die Mangelernährung weitgehend beseitigte. Switch enthält eine Fülle von Geschichten wie diese, die das Buch lesenswert machen und inspirieren.
Rezensentin: Ingrid Glomp, Psychologie Heute
Von diesem Autor haben wir noch folgendes im Programm:
We all know that change is hard. It's unsettling, it's time-consuming, and all too often we give up at the first sign of a setback. But why do we insist on seeing the obstacles rather than the goal? The authors argue that we need only understand how our minds function in order to unlock shortcuts to switches in behaviour.
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