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Proxy - dunkle Seite der Mütterlichkeit

  • 1. Auflage 2015. 160 Seiten 185 mm
  • Kartoniert/Broschiert
  • Titel-Nr.: 9783794531530
  • Schattauer
  • lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
24,99 EUR

Die Mutterliebe und das Böse - Sie lassen ihre Kinder hungern, verabreichen ihnen Medikamente, ersticken sie beinahe oder brechen ihre Knochen. Mütter, die unter dem sogenannten Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom (auch: Münchhausen-by-proxy-Syndrom, MBPS) leiden, fügen ihren gesunden Kindern heimlich, aber gezielt Schaden zu. So erzwingen sie eine medizinische Behandlung und erlangen die Aufmerksamkeit der Ärzte. Was treibt Mütter zu solchen Taten? Erstmals hat eine betroffene Mutter ihre Geschichte aufgeschrieben. Frau Proxy , wie sie im Buch heißt, beschreibt einen jahrzehntelangen Leidensweg - gnadenlos offen und schockierend. Traumatisiert durch schweren sexuellen Missbrauch in der Kindheit, wird sie als Mutter selbst zur Täterin. Sie schildert, wie sie ihre Tochter zwanghaft dosiert und kalkuliert in Lebensgefahr gebracht hat, um sich anschließend aufopfernd um sie zu kümmern. Für ihre Tochter war sie beides: Täterin und Retterin, Teufelin und Engel. Der Erfahrungsbericht von Frau Proxy wird aus Sicht mehrerer Experten reflektiert und beleuchtet. Zu Wort kommen ein Medizin-Ethiker, eine Fachfrau für weibliche Kriminalität, eine Staatsanwältin, ein Pädiater sowie ein Psychiater und Psychotherapeut. Frau Proxy möchte mit ihrer Geschichte allen Betroffenen Mut machen, sich einer Therapie zu öffnen. Denn für sie ist klar, dass ihre Therapien ihrer Tochter und auch ihr selbst das Leben gerettet haben. Den Autoren gelingt es, ein brisantes, für viele schockierendes Thema wissenschaftlich und gleichzeitig allgemeinverständlich aufzubereiten. Ein Buch, das Sie nicht mehr aus der Hand legen werden! KEYWORDS: Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom, Münchhausen-by-proxy-Syndrom, MBPS, Kindesmisshandlung, artifizielle Störung, Arztsucht, Persönlichkeitsstörung, fremdverletzendes Verhalten, Überfürsorge, Traumatisierung durch Gewalt, Traumatisierung durch Missbrauch, Trauma-Folgestörungen, Mutter-Kind-Beziehung

Inhaltsverzeichnis:
AUS DEM INHALT - Bin ich eine Monster-Mutter? - Proxy - einige verstreute Bemerkungen zu Moral und Ethik, Schuld und Verantwortung - Proxy - ein Fall von potenzieller (partieller?) Kindstötung. Eine psychoanalytisch-feministische Perspektive - Wenn Justitia auf Proxy trifft - Das Münchhausen-by-Proxy-Syndrom als Problem-Fall der Kinderheilkunde - Ich will nicht lachen, ich will nicht weinen - ich will verstehen. Wie denkt ein Psychotherapeut über Frau Proxy?

Rezension aus Psychologie Heute

Sagen Sie mal, Herr Sachsse: Warum verletzen Mütter ihre Kinder? Frau Proxy verabreicht ihrem gesunden Kind Medikamente, um es dann zu „retten“, eine andere Mutter zertrümmert das Bein ihrer Tochter mit dem Hammer, um sie anschließend behandeln zu lassen. Was treibt Mütter zu solchen Taten? Das Munchhausen by proxy syndrome ist selten, aber sehr schädlich und gefährlich und noch wenig erforscht. Mütter mit diesem Syndrom erleben ihre Kinder als ihrem Selbst angehörig – wie etwa ihren Arm oder ihre Niere. Sie schädigen quasi ihr erweitertes Selbst. Viele Menschen regulieren ihren Stress auf Kosten eines Körperteils. Das beginnt beim Rauchen und der Essstörung, geht über Alkohol-, Medikamenten- und Drogensucht bis hin zum selbstverletzenden Verhalten. Die Frau Proxy dieses Buches kam über Flashbacks, die sie in traumatische Situationen ihrer Kindheit zurückbrachten, in extremen Stress. Durch die Schädigung ihres Kind-Selbst inszenierte sie ihr inneres Drama draußen. Im Anschluss konnte sie sich über die Rettung ihres Kindes als kompetente Erwachsene fühlen und gleichzeitig die rettende Mutter ihres inneren Kindes sein, die sie früher selbst nicht hatte. Ihr Verhalten ist natürlich eine Straftat, ethisch und juristisch unhaltbar, unmöglich. Aber psychodynamisch ist das nicht so völlig unverständlich, wie es auf den ersten Blick scheint.


Ist eine solch schwerwiegende Störung überhaupt therapierbar? Das spontan unverständliche, emotional einfach nur empörende Verhalten weckt mittelalterliche Bestrafungsfantasien, weil es gegen zentrale Selbstverständlichkeiten unserer Ethik fundamental verstößt. Dieses Symptom einer schweren seelischen Störung kann aber verstanden und behandelt werden. Für eine erfolgreiche Therapie ist jedoch ein Verständnis der seelischen Mechanismen unverzichtbar. Allerdings geht ohne intrinsische Veränderungsmotivation gar nichts. Und da liegt das Problem. Denn die Mütter handeln oft in veränderten Bewusstseinszuständen. Sie spalten ihr Verhalten ab, das nennt man Dissoziation.


Ist das Münchhausen-Stellvertretersyndrom eine rein weibliche Störung? Gibt es auch Väter, die absichtlich Krankheitssymptome erzeugen? In der Literatur sind auch Männer, Väter und Stiefväter erwähnt. Von den wenigen Menschen mit Munchhausen by proxy syndrome sind das aber wiederum höchstens zehn Prozent.


Wann muss ein Arzt wachsam werden? Gibt es bestimmte Auffälligkeiten oder Verdachtsmomente, die auf dieses Syndrom hinweisen könnten? Jeder Arzt wünscht sich, dass Eltern sich für ihr Kind einsetzen. Aber es gibt auch zu viel des Guten. Einerseits darf nicht jede engagierte, vielleicht auch ängstlich-überengagierte Mutter unter Generalverdacht eines Munchhausen by proxy gestellt werden. Andererseits kann „Therapieresistenz“, wie wir Ärzte es gerne formulieren, wenn wir mit unserer Kunst an Grenzen kommen, schon auch mal skeptisch machen. Verdächtig wird es insbesondere dann, wenn die Anwesenheit von Eltern nicht zur Besserung der Krankheitssymptome führt, sondern eher zur Verschlechterung.


In den USA und Großbritannien versucht man, den Täterinnen mit Videokameras auf die Schliche zu kommen. Wäre das auch hierzulande denkbar? Hoffentlich nie! Zur Zeit ist das verboten, und das begrüßen alle Beteiligten. Ein generelles Verdächtigungsklima in den Kinderkliniken wäre unerträglich. Es geht nicht um Hexenjagd. Ärzte, Therapeuten und Pflegepersonal als Munchhausen by proxy-NSA – nein, danke!


Interview: Katrin Brenner-Becker

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