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Auf Fehler programmiert

Warum der Mensch irren muss
Von Kaplan, MichaelKaplan, EllenNiehaus, Monika
  • Übersetzung: Niehaus, Monika
  • 2011
  • 396 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
  • 22 cm
  • Gebunden
  • Titel-Nr.: 9783498035549
  • Rowohlt, Reinbek
  • lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
19,95 EUR

Die Logik des Irrtums oder warum wir Fehler machen müssen

Der Mensch das vernunftbegabte Wesen? Schön wär s. In Wahrheit verhalten wir uns unvernünftig, wo wir gehen und stehen, Hunderte Male am Tag. Sehen oft nur, was wir sehen wollen, hören bewusst weg, wenn es unangenehm wird, erinnern uns falsch, sobald es uns in den Kram passt wir leben geradezu von unseren Fehlleistungen und Vorurteilen. Und immer, wenn wir glauben, es geht einmal rational zu dann irren wir erst recht, wie die Kaplans unter anderem mit Blick auf das Wirtschaftsleben zeigen. Wir sind auf Fehler programmiert. Nicht Rationalität, sondern Irrationalität macht unser Wesen aus. Und das hat seinen Grund: Unser Hang zu alltäglichen und auch zu globalen Fehlern ist die Kehrseite unserer Anpassungsfähigkeit, ist der Preis für den Siegeszug unserer Art auf diesem Planeten.

Mit vielen faszinierenden Beispielen breiten die Kaplans aus, was Evolutions-, Hirn- und Verhaltensforscher über uns kluge Trottel herausgefunden haben. Eine ebenso spannende wie unterhaltsame Lektüre.

 

Michael Kaplan studierte europäische Geschichte in Harvard und Oxford und arbeitet als freier Autor in der Nähe von Edinburgh.Ellen Kaplan ist Historikerin und Mathematikerin, Lehrerin und Autorin mehrerer Bücher. Gemeinsam mit ihrem Mann Robert gründete sie den Math Circle, der sich dem Spaß an der Mathematik widmet.

Rezension aus Psychologie Heute

Archaisches Gehirn
Was in der Steinzeit das Überleben sicherte, lässt uns in der modernen, komplexen Gesellschaft oft scheitern, meinen Michael und Ellen Kaplan

Was würden Sie tun, wenn Sie unmittelbar vor Beginn eines Konzerts Ihre Eintrittskarte nicht finden könnten, für die Sie vor einer Woche fünfzig Euro hingeblättert haben? Würden Sie sich eine neue Karte kaufen, wenn es noch genug freie Plätze gäbe und Sie genug Geld dabei hätten? Als die Sozialpsychologen Daniel Kahneman und Amos Tversky Versuchspersonen mit einer derartigen Frage konfrontierten, antworteten 46 Prozent von ihnen prompt mit einem entschiedenen „Nein“. Und was würden Sie machen, wenn Sie die Karte erst an der Abendkasse kaufen wollten und dort feststellen müssten, dass Sie die dafür vorgesehenen 50 Euro unterwegs irgendwo verloren hätten?
Dieses Mal erklärten 88 Prozent der Befragten, dass sie in einer solchen Situation nicht zögern würden, für das Ticket trotzdem weitere 50 Euro zu opfern.
Menschen haben die merkwürdige Neigung, Geld danach zu unterscheiden, aus welcher Quelle es stammt und wofür es ausgegeben werden soll. Für jede dieser verschiedenen Geldsorten gibt es im
Kopf ein eigenes Konto. Das zeigt sich auch an dem Eintrittskarten-Experiment: Zwar hat man in beiden Szenarien exakt die gleiche Summe eingebüßt. Doch im ersten Fall schreckt man vor dem Kauf einer weiteren Karte zurück, weil man das unangenehme Gefühl hat, etwas, das einem schon gehört, noch
einmal bezahlen zu müssen. Hingegen glaubt man im zweiten Fall, es mit zwei voneinander unabhängigen Ereignissen zu tun zu haben, und verbucht deswegen die Ausgabe für die Konzertkarte auf einem anderen Konto als das Geld, dessen Verlust man sich selbst zuzuschreiben hat.
Kahneman und Tversky haben eine neue Theorie begründet: die „Verhaltensökonomie“. Ihr Dreh- und Angelpunkt ist die Einsicht, dass es in der ökonomischen Alltagspraxis längst nicht so rational zugeht, wie die klassische Wirtschaftswissenschaft unterstellt. In den Augen von Ellen und Michael Kaplan gibt es für diese Befunde der Verhaltensökonomie eine schlüssige Erklärung: Den Menschen der  Gegenwart unterlaufen in etlichen Bereichen ständig Fehler, weil ihr Denken und Handeln von
neuronalen Schaltkreisen gesteuert wird, die noch aus der Steinzeit stammen.
In den Vereinigten Staaten ist die tägliche Kalorienzufuhr allein zwischen 1985 und 2000 um 300 Kilokalorien gestiegen, und mittlerweile gelten zwei Drittel aller erwachsenen Amerikaner als übergewichtig. Schuld daran ist laut den Kaplans der mächtige Drang, sich den Bauch vollzuschlagen - ein Erbe der steinzeitlichen Vorfahren, die sich ihre Nahrung nur um den Preis extremer Anstrengungen und Risiken beschaffen konnten und immer wieder Hunger litten.
Doch ein Umstand ist merkwürdig: Die Franzosen schaffen es, schlank zu bleiben, obwohl sie dreimal so viel Schweinef leisch und Butter und fast doppelt so viel Käse essen wie die Amerikaner. Ellen und Michael Kaplan glauben allerdings, dieser Sache auf den Grund gekommen zu sein: Die Franzosen
zelebrierten das genüssliche Essen nach allen Regeln der Kunst und verwandelten es in ein Fest der fünf Sinne - und deswegen hätten diese hochraffinierten Mahlzeiten viel gemeinsam mit den Gelagen, die in der Steinzeit gelegentlich veranstaltet wurden.
Geleitet von ihrer Hypothese, dass der Mensch mit einem archaischen Gehirn ausgerüstet ist, das auf die Anforderungen eines Wildbeuterlebens zugeschnitten ist, befassen sich die Mathematikerin Ellen Kaplan und ihr Sohn Michael, der als freier Autor tätig ist, mit einer ungeheuren Vielfalt von Phänomenen - von optischen Täuschungen und falschen Erinnerungen bis hin zu Fremdenhass, dem Heiratsmarkt oder dem Verhältnis von Moral und Macht.
Es ist nicht ganz klar, was die Kaplans meinen, wenn sie sagen, dass die Diskrepanz zwischen Steinzeitgehirn und moderner Zivilisation durch die „wunderbare Macht der Kultur“ überwunden werden könne. Trotzdem: Es lohnt sich allein schon deswegen, dieses Buch zu lesen, weil die beiden mit einer Fülle aufschlussreicher und verblüffender Erkenntnisse aus einer ganzen Reihe von Disziplinen aufwarten.

Rezensent: Frank Ufen, Psychologie Heute

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