Neue Titel


Beilage: Buchtipps für Sie ausgewählt

Buch-Tipps für Sie ausgewählt

Hier finden Sie alle Titel unserer aktuellen Literaturbeilage.



Resilienz - Kompetenz der Zukunft

Balance halten zwischen Leistung und Gesundheit Sylvia Kéré Wellensiek und Joachim Galuska, beide Spezialisten auf dem Gebiet der Resilienz, liefern eine detaillierte Zustandsbeschreibung sowie einen differenzierten, praxisorientierten Blick nach vorne. Sie gehen ein auf die F... 

Bewusstsein - Unbewusstes

Was wissen wir? Wie können wir dieses Wissen nutzen? Wer oder was sind wir wirklich? Praxisbezogene Grundlagen und Antworten nicht nur für Psychotherapeut(inn)en Bd.1 In diesem Buch geht es um das menschliche Bewusstsein und um die nichtbewussten Prozesse, die ihm zugrunde liegen. Udo Boessmann versucht, wichtige Aspekte dessen, was wir heute über diese Themen wissen, verständlich zu machen.  

Psychologie der Macht

Kriegen, was wir wollen
Von Schmitz, Michael
  • 1. Auflage 2012
  • 301 Seiten
  • 22,5 cm
  • Gebunden
  • Titel-Nr.: 9783218008464
  • lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
22,90 EUR

ZDF-Ex-Chefreporter, Psychologe und Management-Top-Coach Michael Schmitz kennt die Mächtigen dieser Welt und weiß, wie Macht funktioniert. Macht betrifft jeden: Sie ermöglicht Lebensgestaltung, gibt Handlungsfreiheit und steigert das Selbstwertgefühl. Doch Macht macht auch korrupt. Für sie sind Menschen bereit, zu manipulieren, zu intrigieren und den persönlichen Vorteil über alles zu stellen. Macht macht süchtig. Wer sich einmal eine Machtposition erarbeitet hat, will sie kaum wieder aufgeben die Beispiele Wulff, Guttenberg, Grasser & Co. zeigen das aufs Deutlichste. Machtgefüge halten auch die Wirtschaft in Gang. Um auf der Karriereleiter nach oben zu klettern, braucht es eine ordentliche Portion Biss, um Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Bestimmte Menschentypen sind da besonders erfolgreich Narzissten und kaltblütige Psychopathen, die an der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn manövrieren. Da ist es zum bösen Antlitz der Macht nicht mehr weit, das nur danach trachtet, seine Feinde zu demütigen und zu vernichten.

Mit zahlreichen Fallbeispielen aus Politik, Wirtschaft und Medien gibt dieses Buch einen umfassenden Einblick in die Mechanismen der Macht. Damit wird es möglich, sich selbst in den Machtgefügen des Lebens zu positionieren und gleichzeitig Machtmissbrauch und Persönlichkeitsdeformationen zu verhindern.

 

Dr. Michael Schmitz, Psychologe, Management-Coach, Professor an der Lauder Business School. Studierte in Chicago, Harvard und Wien. Er arbeitete viele Jahre als Journalist, war u.a. Chefreporter des ZDF, berichtete als Korrespondent über den Fall der Berliner Mauer, aus den USA, Osteuropa und über die Kriege im früheren Jugoslawien. Er ist Partner der Beratungs-Agentur preventK.

Rezension aus Psychologie Heute

Suchtfaktor Macht
Machtsüchtige Menschen trifft man überall: in den Führungsetagen der Großkonzerne, in der Politik und in den Medien. Zwei Bücher beleuchten die Mechanismen der Macht

Sie manipulieren, um daraus ihren eigenen Vorteil zu ziehen, und sind nicht bereit, Ereignisse aus der Perspektive anderer Menschen zu betrachten. Sie werten die Leistungen anderer ab, nehmen sie nur als nützliche Objekte zur Kenntnis, schreiben sich selbst den größten Anteil an Erfolgen zu, empfinden
Geringschätzung für ihre Mitmenschen, vertragen keine Kritik und erliegen der Illusion, Abläufe kontrollieren zu können, die dafür viel zu groß und komplex sind. Machtmenschen sind unsympathische
Zeitgenossen, aber auch das ist ihnen egal. Sie werden lieber gefürchtet als geliebt.
„Wer hoch aufsteigen will in der Macht, darf keine so starken Bedürfnisse nach sozialen Bindungen haben“, meint Michael Schmitz. Dabei ist Machthunger gar nicht so schlecht. Denn wir alle wollen doch wirken, gestalten und Spuren hinterlassen – und genau das macht Macht möglich. Macht ist, was wir brauchen, um zu kriegen, was wir wollen, formuliert Schmitz bündig. Doch sie verändere auch jeden Menschen, weil sie negative Eigenschaften verstärke. Der Autor weiß, wovon er spricht. Als Psychologe, ZDF-Chefreporter und Managementcoach kann er auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen, den er mit vielen einschlägigen Forschungsergebnissen aus der experimentellen Psychologie untermauert. Sein Buch spiegelt im dreiteiligen Aufbau gewissermaßen seine beruflichen Stationen wider: Die ausgedehnten Erkundungen im Reich der Alphatiere beginnen mit eher grundsätzlichen psychologischen Überlegungen zu den Themen Macht, Unterwerfung und Gegenmacht.
Der zweite – journalistische – Teil führt direkt in die Zentren der Macht: In den Führungsetagen der großen Konzerne, auf der politischen Bühne und in den Medien treffen wir Sozialmörder, Menschenfischer, Profilneurotiker, Selbstdarsteller und Profitgeier in allen möglichen Spielarten machtsüchtiger Menschen. Aber auch servile Societyreporter, machtgeile Karrieristen in Redaktionen
und wichtigtuerische Journalisten, die den Frust über eigene Unzulänglichkeiten wettzumachen versuchen, indem sie zur Macht drängen, nimmt der Autor aufs Korn. Das liest sich manchmal sogar amüsant, und der erhellende Blick besticht: Man beginnt zu verstehen, wie Machtgefüge entstehen, wachsen, sich stabilisieren und wieder vergehen.
Im dritten Teil kommt der Berater zu Wort. Schmitz entwirft eine Alternative zum herkömmlichen Machtgebaren und plädiert angesichts der Gefahren, die von den Mächtigen ausgehen, für Strukturen und Systeme, die Machtmissbrauch verhindern. Die Gedanken von Mahatma Gandhi und Nelson Mandela zu „echtem Leadership“ stehen Pate, wenn Schmitz den selbstherrlichen, rücksichtslosen Machthaber verabschiedet, an seiner Stelle Kommunikatoren und Moderatoren einfordert, die Macht
überantworten können, wenn es ihr Mangel an Kompetenz verlangt. „Führungskräfte müssen sich danach beurteilen lassen, was sie mit ihren Leuten erreichen und wie sich alle Beteiligten dabei fühlen. Chefs müssen Prozesse und Menschen so managen, dass optimale Resultate entstehen.“
Auch der irische Neuropsychologe Ian H. Robertson setzt auf Kontrolle, Beschränkung, auf die Regeln, Rituale und Zwänge demokratischer Institutionen, um Machtexzesse einzudämmen – ohne dem Verfahren allerdings allzu viel zuzutrauen. „Alle wollen Macht“, stellt er fest und fragt: „Was machen wir damit und wie verändern wir uns durch zu viel oder zu wenig Macht?“ Seine Ausführungen sind ein Paradebeispiel dafür, wie umfassend die Psychologie die Philosophie beerbt hat. Es geht nicht um ethische Regeln oder moralische Fragen nach Richtig und Falsch, sondern um hormonelle Zustände und die Spuren, die Substanzen in die Gehirne fräsen: Erfolge mästen die Synapsen, die für Dominanz zuständig sind. Macht im weitesten Sinn verändert das Gehirn: Erfolgserlebnisse lassen den Testosteronspiegel steigen, der Mensch wird weniger ängstlich, aggressiver, und sein Schmerzempfinden ist reduziert – das hilft enorm, um einen Gegner aus dem Feld zu schlagen. Der Gewinnereffekt lässt sich dank bildgebender Hirnaktivitätsstudien im Magnetresonanzverfahren
beobachten: Je größer der Ehrgeiz, desto höher die neuronale Aktivität im Gehirn. Was Robertson im eigenen Labor erforscht, ergänzt er mit zahlreichen Studien und findet Belege bei Buntbarschen genauso wie bei Börsenhändlern und Boxern. Ein Sieg steigert die Chance auf den nächsten Sieg, weil Verhalten und Hormonspiegel in Wechselwirkung miteinander stehen. Dopamin wird ausgeschüttet – ein chemischer Stoff im Gehirn, der glücklich und süchtig macht.
Doch der hohe Suchtfaktor der Macht und ihre vernebelnde Wirkung auf den menschlichen Geist haben allein im letzten Jahrhundert Millionen von Menschen das Leben gekostet – durch machtsüchtige, dopamingesteuerte Diktatoren wie Stalin, Mao, Kim Il Sung, Hitler, Mugabe und Pol Pot. „In weniger verderblicher Gestalt passiert das auch in den Führungsriegen der Großkonzerne“, schreibt Robertson und folgert: Das Belohnungssystem verträgt nur eine bestimmte Menge Dopamin. Wenn man es übertreibt, übernimmt die Sucht die Regie.
Ganz nebenbei verdammt Robertson den genetischen Fatalismus in Gestalt der Annahme, dass Gene über Intelligenz, Persönlichkeit, Lebenserfolg oder psychische Probleme entscheiden. Gene kann man schließlich nicht ändern, genauso wenig wie hormongestützte Strukturveränderungen im Gehirn. So
inthronisiert er im gleichen Atemzug einen gehirnphysiologischen Fatalismus. Sind wir alle mehr oder weniger zum Erfolg verdammt? Berauscht von der Idee, dass wir mit der Welt um uns so ganz und gar verbunden sind, dass ihre Veränderungen sich bis in die Proteinmoleküle des Gehirns direkt auswirken, lässt Robertson andere Machtfaktoren kaum gelten, um zu erklären, was einen Gewinner ausmacht. Wenn man einen Hammer in der Hand hat, sieht leicht alles wie ein Nagel aus – auch wenn
man noch so kurzweilig und beschlagen afrikanische Buntbarsche, die Männerfreundschaft zwischen Clinton und Blair, Dschingis Khan, Picassos Sohn und Berlusconis Bunga-Bunga-Partys in den Zeugenstand zu rufen weiß.

Rezensentin: Gerlinde Unverzagt, Psychologie Heute

Passend dazu:

Macht

Macht Erfolg sexy? Ist man zum Siegen geboren? Warum steigt Macht den Menschen zu Kopf? Ian H. Robertson zeigt, wie Erfolge uns verändern. Mit zahlreichen prominenten Beispielen und Selbsttests.

19,90 EUR

Weitere Titel aus » Gesellschaft:

Sennett, Richard ;  Bischoff, Michael : Zusammenarbeit

Wie können Menschen, die sich sozial, ethnisch oder in ihrer Weltanschauung unterscheiden, zusammenleben und -arbeiten? In unserer von Konkurrenz und Gegensätzen geprägten Gesellschaft ist dies für Richard Sennett die Schlüsselfrage.

24,90 EUR
Ehrenberg, Alain : Das Unbehagen in der Gesellschaft

Eine monumentale Studie über die rapide Zunahme narzißtischer Persönlichkeitsstörungen und depressiver Erkrankungen

29,90 EUR
Langer, Claudia : Die Generation Man-müsste-mal

Die Gründerin von utopia.de hält uns den Spiegel vor: In ihrer Streitschrift gegen unsere Leitkultur der Verschwendung und gegen die ökologische Behaglichkeit rechnet Claudia Langer ab mit unserer Faulheit und Mutlosigkeit und verlangt entschieden danach, uns selbst zu ermächtigen.

18,00 EUR
Schreiber, Mathias : Würde

In einem Streifzug durch Philosophie und Geschichte beschreibt Mathias Schreiber die ganze Bandbreite und Tiefe des Begriffs von der römischen dignitas bis zum deutschen Grundgesetz und schildert die Würdeverluste der Gegenwart. Pointiert zeigt er, dass es nicht um eine Belanglosigkeit geht, wenn wir auf die Würde von Menschen oder etwa eines Amtes pochen.

19,99 EUR
Bertram, Hans : Reiche, kluge, glückliche Kinder?

Das kindliche Wohlbefinden muss im Mittelpunkt der Diskussion um Kindheit in Deutschland stehen. Dazu rufen UNICEF und der Familiensoziologe Hans Bertram mit dem Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland auf.

24,95 EUR
Brooks, David ;  Schmidt, Thorsten : Das soziale Tier

Basierend auf den Erkenntnissen der Biologie, Psychologie, Neurowissenschaften und Verhaltensforschung erklärt Brooks, wie stark unser Lebensweg von Gefühlen, Intuitionen, Beziehungen, von Verlangen und Veranlagung geprägt ist - warum wir also nicht etwa rationale Individuen sind, sondern soziale Tiere.

24,99 EUR

Kunden, die diesen Titel kauften, haben auch folgende Titel gekauft:

Die Herz-Hirn-Connection

Wie reagiert unser Herz auf Stress? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Herzschwäche und Depression? Und kann ein Herz tatsächlich »brechen«? Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Psycho(neuro)kardiologie zeigen eindrucksvoll, wie stark unser Denken und Fühlen die Gesundheit von Herz und Kreislauf beeinflussen können und was dabei im Gehirn passiert.

19,99 EUR
Wut, Schuld & Scham

Scham, Schuld und Wut spielen eine große Rolle in der zwischenmenschlichen Kommunikation und sind ein wichtiger Schlüssel zu unserem Inneren. Daher ist es sinnvoll, sich mit diesen als negativ empfundenen Gefühlen anzufreunden und zu ganz neuen Einsichten zu gelangen.

22,90 EUR
Müde Ehe

Wie man Liebe (wieder) lernen kann

17,99 EUR
Frei von Erziehung, reich an Beziehung

Reinhold Miller zeigt auf wie an die Stelle der Erziehung mit der Haltung der Macht und dem Motiv, andere zu verändern, zwischenmenschliche Beziehungen treten, mit der Grundhaltung der Liebe.

19,80 EUR
portofrei!

Suche in 500.000 Titeln

alles Titel Autor
Detailsuche
Sie haben noch keine Titel in Ihrem Warenkorb.

Login für Stammkunden

eMail-Adresse:

Passwort:

Newsletter Anmeldung

anmelden
abmelden

Aboservice

Jahres-, Studenten- oder Geschenkabo: Sie wählen Ihr Abonnement - wir bieten interessante Prämien!
Zum Abo-Shop

Parse Time: 1.333s. © Kohlibri 2009