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Verbindlichkeit

Plädoyer für eine unzeitgemäße Tugend
Von Probst, Maximilian
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • 256 Seiten 210 mm
  • Gebunden
  • Titel-Nr.: 9783498052447
  • Rowohlt, Reinbek
  • lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
19,95 EUR
Cover

Ein Plädoyer für eine unzeitgemäße Tugend.

Die Verbindlichkeit hat als Symbol den Handschlag. Hier hast du mein Wort, dass ich alles tun werde, was in meiner Macht steht, den Bund, den wir eingehen, zu halten. Aber es steht keineswegs alles in unserer Macht!

Dass die Verbindlichkeit nicht mehr sozioökonomisch gedeckt ist, sondern jeder sie aus eigener Kraft aufrecht erhalten muss, bedeutet auch: Wir können ihr Scheitern nicht ausschließen. Wir müssen darauf hoffen, dass uns gelegentlich vergeben wird. Das ist es, was sie zu einem Schlüsselbegriff unserer Zeit werden lässt: Sie weist jeglichen Fundamentalismus zurück. Wo lebe ich, welche Partnerschaft gehe ich ein, und was mache ich eigentlich heute Abend? In der Moderne gibt es immer Optionen, nirgends Schicksal. Es besteht keine gesellschaftliche Notwendigkeit mehr, sich auf irgendwas festzulegen. Jederzeit verfügbare Menschen sind beliebter, angesehener, erfolgreicher. Verbindliche Menschen gelten dagegen schnell als langweilig.

Maximilian Probst zeigt in seinem Buch: Gerade jetzt, wo zu etwas zu stehen so schwer ist wie nie, erscheint uns gerade das wertvoller denn je. Er beschreibt, wo Verbindlichkeit und Verfügbarkeit sich unvereinbar gegenüberstehen, wie dieser Widerspruch sich auflösen und aufhalten lässt. Subtil, klug und poetisch nimmt er seinen Lesern die Angst, etwas zu verpassen. Es ist eine seiner großen Qualitäten, dass er verbindet, was man nicht verbinden kann: das Zeitgebundene und das Zeitlose. (Die Jury des Clemens-von-Brentano-Preises)

Rezension:
Ein informativer und amüsanter Diskurs zu einem großen Thema. Thomas Gralla, Buchlokal bei zibb

Rezension aus Psychologie Heute

„Mal sehen“ Wir lassen uns gerne viele Türen offen. Dass das nicht zu unserem Vorteil ist, zeigt Maximilian Probst und plädiert für mehr Verbindlichkeit

Zu viele Optionen erschweren die Wahl. Menschen haben Liebesbeziehungen, wollen aber keine festen Partnerschaften, Einladungen werden schnell angenommen und genauso schnell wieder abgesagt, und welchen Beruf man später ausüben will, weiß man heute wirklich noch nicht. Wir halten uns lieber viele Türen offen. Dass es besser wäre, wieder einige Türen zu schließen, versucht der Autor und Journalist Maximilian Probst zu zeigen. Nur wer sich einlassen kann, wird sich auch auf sich selbst und den anderen verlassen können. Daher sei Verbindlichkeit der Weg vom Ich zum Wir. Nur so könnten menschliche Beziehungen und Gesellschaften letztlich funktionieren. Probst hat keine Scheu vor kühnen Utopien, denen man teils ungläubig, teils bewundernd folgt.

Der dänische Theologe und Philosoph Søren Kierkegaard dient als Ideengeber. Dessen These „Alle wahre Liebe beruht darauf, dass man einander in einem Dritten liebt“ entwickelt der Autor weiter. Die Liebe bildet demzufolge die Grundlage für Verbindlichkeit im privaten Leben und die Liebe zu den Menschen die Grundlage für Verbindlichkeit in den sozialen Beziehungen. Arbeit an der Liebe sowohl im Privaten als auch an der Welt führt dann zu einer Art universalistischer Vernunftreligion. Sie geht über die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hinaus, bedarf allerdings noch der Ausgestaltung. Wie diese Umwandlung geschehen soll, sagt Maximilian Probst nicht. Das muss ein philosophischer Text aber auch nicht leisten. Der Autor weiß natürlich, dass er naiv denkt, und gesteht, dass ein Hindernis auf dem Weg zum Universalismus noch aus dem Weg geräumt werden muss: der Wille zur Macht, das Wachsen auf Kosten anderen Lebens.

Er fordert uns auf, Verantwortung zu übernehmen und unsere eigene freiwillige Verbindlichkeit zu entwickeln, denn „verbindlich handeln und Schluss zu machen mit den Optionen heißt Sterben lernen, dem Unberechenbaren ins Auge sehen“. Probst nennt sein Buch einen Essay. Er stellt daher seine Überlegungen in Tagebucheintragungen vor, oft gewürzt mit Beobachtungen aus dem Alltag. Bei Tante Käthchen und ihrem Kanarienvogel oder am Lagerfeuer in Schweden verliert man als Leser aber zuweilen den roten Faden, bis der Autor den selbigen wieder aufgreift. Eine sanfte Kürzung hätte dem Text nicht geschadet. Probst kritisiert die moderne Form von Verbindlichkeit, die oft nur noch als rechtliche Beziehung verstanden wird. Oder als ökonomisches Verhältnis von Macht und Überwältigung. In einer unverbindlichen Lebensweise kann er wenig Gutes erkennen. Immerhin gesteht er zu, dass eine von Zwängen weitgehend freie Gesellschaft den Menschen die Wahlfreiheit lässt, die in vormodernen Zeiten nur wenigen Privilegierten vorbehalten war. Man kann dem Phänomen aber – anders als Probst – auch einen positiven Aspekt abgewinnen. Viele Soziologen erkennen zum Beispiel in der Unverbindlichkeit eine der Voraussetzungen, die es modernen Gesellschaften erlaubt, in Frieden zusammenzuleben.

- Von Angelika Sylvia Friedl

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