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Wir sind überall, nur nicht bei uns

Leben im Zeitalter des Selbstverlusts
Von Milzner, Georg
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • 2017. 265 Seiten 14.3 x 22.1 cm
  • Gebunden
  • Titel-Nr.: 9783407864499
  • Beltz
  • lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
19,95 EUR
Cover Inhaltsverzeichnis Einleitung 1. Teil: Selbstverlust im Zeitalter der Ablenkung 1. Kapitel: Warum wir anwesend abwesend sind

Wo bleibe ICH? Diese Frage stellen sich Millionen Menschen, die sich in der Hetze und den Leistungsansprüchen unserer Zeit selbst verlieren. Nur wenn es uns gelingt, unser Inneres zu schützen und unsere Aufmerksamkeit wieder auf uns selbst zu lenken, können wir Krankmachern wie Reizüberflutung, Narzissmus und Schwarmverhalten den Kampf ansagen. Doch wie kann das gehen in einer Welt, in der wir immer mehr nach außen gerichtet leben? Wie wir Gefahren für die menschliche Psyche in Chancen umwandeln, um Authentizität und emotionale Gesundheit wiederzuerlangen, beschreibt Georg Milzner in diesem Buch. Er gibt Antworten auf die großen Fragen nach Identität und Selbstfindung und zeigt individuelle und gesellschaftliche Auswege.

Autorenportrait:
Georg Milzner, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut, unterhält am Bonninghausen-Institut für ganzheitliche Heilkunst in Munster/ Westfalen eine Praxis für Hypnoanalyse. Außerdem betreibt er mit dem Neuro-Atelier eine Forschungsstation, in der neue psychotherapeutische Entwurfe auf der Basis von Hirnforschung entwickelt werden. Milzner war Gast verschiedener deutscher Universitäten und nimmt Lehr- und Fortbildungsauftrage im deutschsprachigen In- und Ausland wahr.

Rezension aus Psychologie Heute

Sagen Sie mal, Herr Milzner: Sind wir uns selbst abhandengekommen?

„Unsere Welt bietet unendlich viele Möglichkeiten, sich nicht mit sich selbst zu beschäftigen“, schreiben Sie in Ihrem Buch. Ist das wirklich ein Problem? Gibt es nicht Wichtigeres, als den Fokus auf die eigene Person zu richten? Wenn Sie ein befriedigendes, womöglich ein glückliches Leben leben möchten, dann kommen Sie nicht umhin, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Dies freilich nicht in jener banalen, oberflächlichen Form, die vom digitalen Kapitalismus gefördert wird. Dabei geht es immer nur um sehr schablonenhafte Bilder von der eigenen Person und um Fragen wie die nach der größten Befriedigung und dem ultimativen Job. Sich selbst kennenzulernen ist aber etwas anderes, das ereignet sich in einer vertieften, spürenden, klärenden Weise. Nicht umsonst gilt ja Selbstfindung als hohes Ziel eines gelingenden Lebens. Wie aber soll man sich finden, wenn man sich noch nicht einmal wahrnimmt?

Worin besteht der Selbstverlust beziehungsweise die Entfremdung? Ich unterscheide drei Formen des Selbstverlusts. Zunächst den Verlust der primären Selbstaufmerksamkeit. Hierbei werden vor allem Körperprozesse und unterschwellig sich aufbauende Gefühle nicht wahrgenommen, und in der Folge kommt es zu psychosomatischen Beschwerden oder zu emotionalen Ausbrüchen, die den Betroffenen selbst rätselhaft erscheinen. Sodann die fehlende seelische Tiefenwahrnehmung. Wer seine seelische Tiefe nicht spürt, wird zum Spielball der Oberf lächenreize. Man nimmt nicht mehr wahr, was einem persönlich eigentlich wichtig ist, was wirklich befriedigt, was Sinn verleiht. Stattdessen tut man, was am meisten Beifall verheißt oder sich ausschließlich finanziell lohnt, und betont daneben den reinen Fun-Faktor. Dies führt zunächst in eine angepasste, oftmals hektische, beständig Reize suchende Lebensweise hinein, in der die Freude am eigenen Können und Tun verlorengeht. Die späteren Folgen sind daher ein diffuses Gefühl der Ödnis und im schlimmsten Fall die Erkenntnis, an sich selbst vorbei gelebt zu haben. Die dritte Form des Selbstverlusts schließlich betrifft den Mangel an Gehaltenheit und innerer Ruhe. Diese Variante des Selbstverlusts erleben vor allem überinformierte Menschen, denen das Gefühl dafür abhandengekommen ist, welche Informationen für sie wirklich zählen. Wer in sich selbst aber nicht ruhen kann, wird zum Nervenbündel und sich selbst eine Last.

Wenn nun jemand das Gefühl hat, sich selbst abhandengekommen zu sein, was raten Sie ihm, um sich wieder näherzukommen? Es gibt viele Möglichkeiten, das Selbstgefühl wiederzufinden. Oft gehe ich mit Menschen, die sich selbst nur unzureichend wahrnehmen, in ihre Zeit als Jugendliche oder junge Erwachsene zurück. Dort, wo sich ein starkes Lebensgefühl findet, ist ein Mensch sich gewöhnlich noch ganz selbstverständlich nah. Manchmal hilft es, das eigene Leben als Geschichte zu erzählen. Dabei fällt dann sofort auf, wo man vorgegebenen Trendschemata erliegt und am wirklichen Leben vorbeiredet. Immer betone ich die Einzigartigkeit der Person und dass es keine größere Aufgabe gibt, als dieser Person, die man selbst ist, zu entsprechen. Oder ich frage, wo ich denn hingehen muss, um meinen Patienten oder meine Patientin wirklich glücklich zu sehen. Auf die Frage folgt meist ein langes Schweigen. Und dann erweist sich mitunter, dass der trübsinnige Personalleiter eigentlich leidenschaftlich gern tischlert oder die gestresste Neurologin immer gern etwas mit Blumen gemacht hätte. Mit solchen Erkenntnissen beginnt das verlorene Selbstgefühl wiederzukommen, und Korrekturen einer allzu angepassten, allzu sehr am äußeren Erfolg oder Beifall orientierten Lebensführung werden möglich.

INTERVIEW: KATRIN BRENNER-BECKER

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