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Viel zu langsam viel erreicht

Über den Prozess der Emanzipation
Von Sichtermann, Barbara
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • 140 Seiten
  • Höhe: 18.5 cm
  • Titel-Nr.: 9783866745568
  • lieferbar innerhalb von 2 Werktagen
18,00 EUR

Frauen in der westlichen Welt haben seit circa zweihundert Jahren Veränderungen angestoßen, erst schleppend und mit Rückschlägen, dann schleunig und mit Rückschlägen, schließlich seit den 1970er-Jahren furios und ohne nennenswerte Rückschläge. Das ist einzigartig in der Menschheitsgeschichte und: Es ist viel mehr – als nur Gleichheit. Denn die Frage ist, ob die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, so falsch bewertet sie in der Vergangenheit auch waren, verschwinden, wenn die Gleichberechtigung überall siegt.

Barbara Sichtermann zeigt auf, was sich durch die Emanzipation im Laufe der Jahre verändert hat, und lässt dabei auch die Probleme nicht aus, die durch die neuartige Konkurrenz der Geschlechter entstehen. Außerdem sucht sie die Gründe für die Einsicht: Es kann ewig dauern, bis die Freiheit der Frauen verwirklicht ist, und die Furcht: Es geht vielleicht einfach nicht mehr weiter oder sogar zurück. Was wäre dagegen zu tun?

Rezension aus Psychologie Heute

Will sie, was er will?
Drei Autorinnen beleuchten Erfolge und Niederlagen der Frauenbewegung – und weisen auf eine Reihe unerledigter Aspekte hin

Es beginnt mit einem Tomatenwurf. Nachdem sich die Mitglieder des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes weigerten, die Forderungen des Aktionsrats zur Befreiung der Frau zur Kenntnis zu nehmen, wirft die Studentin Sigrid Rüger eine Tomate auf den SDS-Theoretiker Hans-Jürgen Krahl. Dieser Tomatenwurf wird zum Symbol für den Beginn der neuen Frauenbewegung. Das war 1968. 50 Jahre danach fragen sich Frauen der westlichen Welt: Was wurde erreicht? Was bleibt noch zu tun? Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Drei Autorinnen, zwei aus Deutschland, eine Amerikanerin, beleuchten Erfolge und Niederlagen der neuen Frauenbewegung. „Was will das Weib?“ Diese Frage stellte sich schon Sigmund Freud Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Psychologin Sandra Konrad rollt sie neu auf.

„Um zu verstehen, wie und was die Frauen heute begehren, müssen wir uns zunächst fragen: Was soll, was darf, was kann die Frau wollen?“ Wie sich gezeigt habe, „ist die weibliche Sexualität bis heute stark geprägt von männlichen Vorstellungen, so dass individuelle Lust, aber auch individuelle Grenzen häufig unter gesellschaftlichen Normen verschüttet sind.“ Wie ein roter Faden zieht sich durch dieses Buch die Frage: Was tragen Frauen heute dazu bei, dass alte Strukturen unangetastet bleiben, sogar unter dem Deckmantel der sexuellen Freiheit übernommen werden? Um sich der Frage zu nähern, wie frei sich Frauen heute fühlen, hat die Psychologin viele Interviews geführt. „Total frei!“, so äußerten sich sehr viele Frauen. Bei der Nachfrage jedoch, warum es ihnen so wichtig sei, schlank zu sein, und ob der Partner den gleichen Anteil an Haushalt und Kindererziehung trage, „setzte ein Nachdenken ein“. Die weibliche Realität des 21. Jahrhunderts sei ernüchternd: Nach der Geburt eines Kindes erfolge in der Regel ein Rückfall in alte Rollenmuster. Auch gebe es einen „latenten bis offensichtlichen Alltagssexismus“, dem die meisten Frauen aus Scham oder dem Anspruch, nicht zu unbequem zu erscheinen, nichts entgegensetzten. „Was mich bei den Gesprächen mit jungen Frauen am meisten überraschte, war die Diskrepanz zwischen ihrem Selbstbild und ihrem Verhalten: Sie sprachen von Macht und Selbstbewusstsein, verhielten sich aber absolut angepasst, norm- und regelkonform.“

Die Autorin hinterfragt die Normen, die heute Schönheitsideale bestimmen. Sie will wissen, weshalb sexuelle Gewalt nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen bagatellisiert wird und wieso die Sexindustrie mittels Pornografie und Prostitution eine Parallelwelt zur Gleichberechtigung schaffen konnte. Sandra Konrad hat ein wichtiges Buch geschrieben: eine psychologische, auch psychohistorische Analyse männlicher Herrschaft und weiblicher Anpassung. Auch Rebecca Solnit schreibt über sexuelle Übergriffe und Gewalt und von der Gegenwehr der amerikanischen Frauen. Seit Jahren gebe es immer wieder Wider- standswellen und Kampagnen, die zeigten, wie tief das Problem in der Gesellschaft verankert sei. Leider schwiegen zu viele Opfer, und häufig komme es zu außergerichtlichen Einigungen, selten zu Verurteilungen. Die Schriftstellerin und Journalistin legt einen Essayband vor, der gesellschaftliche Debatten einer immer wieder neu auff lammenden feministischen Bewegung in Nordamerika spiegelt.

Deutlich wird, dass sich Frauen noch immer Die Mutter aller Fragen, so der Buchtitel, gefallen lassen müssen, nämlich die, warum sie keine Kinder haben oder haben wollen. Mutterschaft gelte als Schlüssel zur weiblichen Identität. „Einer der Gründe, warum Mutterschaft hartnäckig als Schlüssel zur weiblichen Identität gilt, ist der Glaube, dass sich über Kinder die eigene Liebesfähigkeit befriedigen lässt.“ Frau könne aber ihre Liebe auch anders verschenken. Die Autorin betont, dass sie kein feministisches Buch vorlege, sondern eines, das mit der Erfahrungswelt von uns allen zu tun habe. Der Feminismus brauche Männer, die ihn unterstützen. Die Auseinandersetzungen in den USA sind nicht immer deckungsgleich mit den Diskussionen bei uns, das zeigt auch dieser Essayband. Gelegentlich bekommt man den Eindruck, dass die Frauen hierzulande diese Schlachten schon geschlagen haben – was uns jedoch nicht vor einem Rückschlag bewahrt. Der ist immer noch möglich, glaubt auch Barbara Sichtermann, denn „die Spuren männlicher Herrschaft sitzen uns noch in den Poren“. Weltweit sei das Patriarchat gut in Form. In ihrem Essay arbeitet sie heraus, weshalb es unumgänglich ist, die Auflehnung gegen alle Spielarten der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts fortzusetzen, „auch wenn es mühselig und obsolet erscheint“. Wenn Frauen in die Welt hinaus gingen und behaupteten, „wir sind frei“, so sei dies zunächst einmal gut und ein Erfolg der Frauenbewegung. Sie würden aber die unerledigten Aspekte bald zu spüren bekommen. „Es gab vor 50 Jahren einen Aufbruch mit enormem Crescendo.

Derzeit stecken wir in einer Generalpause. Frau weiß nicht, was sie tun soll, um weiterzukommen.“ Die Autorin, eine der wichtigsten Intellektuellen der Frauenbewegung, ist überzeugt, dass es nicht ausreicht, nach Gleichheit zu streben, wenn wir weibliche Freiheit in den Blick nehmen. Es gehe um einen Lebensraum frei von Herrschaft – für beide Geschlechter. Das weise über den Feminismus hinaus. Es fällt auf, dass sowohl Rebecca Solnit als auch Barbara Sichtermann, die beiden Feministinnen, die internationale Frauenbewegung aussparen und so eine Erkenntnis der Frauenbewegung, dass Solidarität Herrschaft gefährdet, außen vor bleibt. Ebenfalls nicht bewertet wird der Karrierefeminismus, etwa der „Womenomics“, der einen neoliberalen Ansatz verfolgt und Frauen fördert, weil weibliches Humankapital Effizienz- und Wachstumssteigerung verspricht. Gemeinsam ist die positive Einsicht, dass die Frauenbewegung viel erreicht hat, dass aber noch viel zu tun bleibt.

- Von CHRISTINE WEBER-HERFORT

Von diesem Autor haben wir noch folgendes im Programm:

Sichtermann, Barbara : Was Frauen Sex bedeutet

Sichtermann lässt ein mehrdeutiges Sittenbild entstehen, eine Sphäre weiblicher Sexualität, in der die gewohnte Moral nicht gilt.

17,90 EUR
Sichtermann, Barbara : Vorsicht Kind

Vorsicht Kind ist zu einem Klassiker für junge und alte Eltern geworden.

10,90 EUR
Sichtermann, Barbara ;  Sichtermann, Kai : Das ist unser Haus

Legal - illegal - scheißegal: Hausbesetzer erzählen die Geschichte des Häuserkampfs

'Das ist unser Haus' ist 'oral history', Lese-, Bilder- und Geschichtsbuch über eine Zeit, die angesichts stetig steigender Mieten und Wohnungspreise hochaktuell ist. Wem gehört die Stadt und wie stellen wir uns die Städte der Zukunft vor?

26,95 EUR

Weitere Titel aus » Bücher aus dem aktuellen Heft:

Altstötter-Gleich, Christine ;  Geisler, Fay C. M. : Perfektionismus

Dieser wissenschaftlich fundierte Ratgeber beschreibt Chancen und Risiken perfektionistischer Tendenzen. Sie erfahren, welche psychologischen Prozesse dazu führen, dass das Streben nach anspruchsvollen Zielen zur Belastung wird. Denkanstöße und Übungen unterstützen Sie darin, Ihren Perfektionismus zu verstehen und einen gesunden Umgang mit hohen Ansprüchen zu erlernen.
Was unterscheidet gesunden vom ungesunden Perfektionismus? Wie entsteht Perfektionismus? Wann ist therapeutische Unterstützung notwendig? Wie ist es möglich, sich selbst wertzuschätzen, ohne anzunehmen, dafür perfekt sein zu müssen?

16,00 EUR
Der Geist in der Maschine, 1 Audio-CD

Die KI-Forschung hat in den vergangenen Jahren atemberaubende Fortschritte gemacht. Das F.A.Z.-Hörbuch "Der Geist in der Maschine" setzt sich mit der gar nicht mehr fernen Zukunft auseinander und beschreibt Szenarien für die erste Begegnung von Mensch und intelligenter Maschine.CD 1 Utopia
1. Einleitung: Der Geist in der Maschine 03:16
2. Computer sind so schlau wie wir 11:12
3. Denken aus der Maschine 14:52
4. Prosaische Programme 08:57
5. Kreativität aus der Maschine 12:15
6. Wenn Maschinen mit der Sprache spielen 16:11
7. Künstliche Intelligenz überall 09:37

CD 2 Dystopia
1. Maschinen können nicht denken 17:50
2. Wenn Maschinen denken 12:23
3. Der Traum von Perfektion 16:12
4. Vorsorgliche Kapitulation 11:59
5. Soll ein Computer Präsident werden? 08:35
6. Das klügste Hirn wird verlieren 12:07
6 . Outro 00:19

19,90 EUR
Bildung 2030 - Sieben Trends, die die Schule revolutionieren

Angesichts der rasanten Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft, den digitalen Medien und des Internets zeichnen sich Konturen einer Bildungsrevolution ab, die das Bildungssystem massiv betreffen werden. Mit Fragen, wie Bildung und Schule umgestaltet werden müssen, damit sie zukunftsfähig sind, setzen sich in diesem Buch führende deutsche Erziehungswissenschaftler auseinander.

29,95 EUR
Psychologie Heute 2018/05: Akzeptieren, wie es ist

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Was wir gewinnen, wenn wir das Leben in allen seinen Höhen und Tiefen annehmen

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Kann man die weltweite Artenvielfalt, Asteroideneinschläge oder die Verschmutzung der Meere auf einer einzigen Karte darstellen? Wie macht man unsichtbare Phänomene wie Zuckerkonsum, Luftverkehr oder Twitterkontakte sichtbar?

Moderne Satelliten und die aktuellsten geografischen Technologien machen es möglich, die Welt neu und unglaublich detailliert zu erforschen sowie die Ergebnisse anschaulich darzustellen. In dieser Hommage an die Entdecker früherer Zeiten werden sowohl ernsthafte Probleme als auch unterhaltsame Themen vorgestellt: So wird deutlich, wo sich durch die Klimaveränderungen Wüsten ausbreiten und Ozeane austrocknen, aber auch, in welchen Ländern Tee oder Kaffee bevorzugt wird und wo unsere Erde bei Nacht am hellsten leuchtet.

29,00 EUR

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